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BayWa r.e. unterstützt Fraunhofer ICT mit neuartiger, ganzheitlicher Energielösung

BayWa r.e. realisiert ein ganzheitliches Energieprojekt für das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal. Dazu werden Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf dem ICT-Campus neu installiert und ohne eigenen Wechselrichter, sondern über eine bestehende Windenergieanlage, ans Stromnetz angeschlossen. Dabei handelt es sich um eine technisch sehr anspruchsvolle, neuartige Anlagenkombination aus Wind- und Solarenergie inklusive Batteriespeicher, die in Europa in dieser Form einzigartig ist.

BayWa r.e. wird PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 670 kWp auf drei Dachflächen sowie einer Freifläche errichten. Die PV-Anlagen, Windrad und Batterie werden verlustarm gleichstromseitig verbunden und speisen mit nur einem gemeinsamen – anstatt mehreren – separaten Wechselrichtern ein. Dadurch wird die Effizienz durch weniger Energiewandlungen gesteigert und Kosten reduziert. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2023 geplant.

Prof. Dr.-Ing. Frank Henning, Institutsleiter am ICT: „Für das Fraunhofer ICT spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle, sowohl in unserer Forschungsausrichtung als auch gelebt auf unserem Campus. In diesem Zuge ist unser Projekt für diese holistische Energielösung ein konsequenter Schritt, den wir gemeinsam mit unseren Partnern gehen. Damit gestalten wir die Zukunft in unserem Institut vorausschauend und verantwortungsbewusst.“

Stephan Auracher, Geschäftsführer der BayWa r.e. Power Solutions GmbH: „Für Erneuerbare Energien gibt es keine Einheitslösung. Jeder Kunde hat individuelle Anforderungen, Wünsche und Ziele, die manchmal auch technisch komplexere, auf dem Markt einzigartige, Konzepte verlangen. Dieses Flagship-Projekt zeigt, dass unsere Kunden auch diese Art von Herausforderungen mit uns gemeinsam angehen und wir die nötigen Voraussetzungen haben, damit die Symbiose aus Solar- und Windenergie plus Batteriespeicher für den Eigenverbrauch erfolgreich gelingt.“

Folgende Komponenten hat das Fraunhofer ICT stromseitig bereits in sein Microgrid integriert: eine Windkraftanlage mit einer Leistung von 2 MW, ein Blockheizkraftwerk, eine Forschungsbatterie „Redox-Flow“ (1 MW/10 MWh) sowie eine Power-to-Heat-Anlage. Wärmeseitig wurde darüber hinaus ein Nahwärmenetz für die Versorgung der Gebäude – gestützt durch einen Wärmespeicher – realisiert.

Ein weiterer Partner in diesem Projekt ist FREQCON, der die bereits vor Ort befindlichen Anlagen, darunter die gesamte Leistungselektronik, entwickelt und installiert hat.

Norbert Hennchen, Geschäftsführer der FREQCON GmbH: „Wir freuen uns darüber, bei diesem einzigartigen Leuchtturmprojekt einen wichtigen Beitrag zu leisten. Bei unserer innovativen Leistungselektronik für dieses komplexe Hybridsystem legen wir besonderen Wert auf eine hohe Effizienz bei der Energiewandlung.“

Der Hauptcampus des Fraunhofer Instituts ICT verfügt über 100 Labore, sowie mehrere Technika- und drei Testzentren auf 21 Hektar Gelände, die – auch dank dieses Projekts – zunehmend klimaneutral betrieben werden sollen.