Bild: DZ-4

EnBW übernimmt Mehrheit an Solarpionier DZ-4

Die EnBW übernimmt mit Vertragsunterzeichnung am 11. Juni im Zuge einer weiteren Finanzierungsrunde die Mehrheitsanteile an DZ-4, dem Hamburger Spezialisten für die Pacht von Eigenheim-Solaranlagen. Damit stärkt die EnBW ihr Neugeschäft auf dem Wachstumsmarkt Photovoltaikanlagen und -speicher.

Die Mehrheitsübernahme erfolgt über eine Kapitalerhöhung und wird von EnBW Innovation umgesetzt. Auch nach der Transaktion bleibt DZ-4 als Marke und eigenständiges Unternehmen erhalten, der Fokus liegt unverändert auf nachhaltigem Wachstum. Dabei bleiben die Mitarbeiter*innen und das Management an Bord. Die Mehrheitsübernahme steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.

DZ-4 hat die Vermietung von Solaranlangen und Batteriespeichern für Eigenheimbesitzer auf dem deutschen Markt eingeführt. Mit seinem PV-Pachtmodell „Solar-as-a-Service“ hat sich das 2012 gegründete Unternehmen als Marktführer etabliert. Das Besondere an dem Modell: Kunden müssen Solaranlagen nicht kaufen, sondern mieten sie in einem Rundum-Sorglos-Paket ohne Eigenfinanzierung. DZ-4 kümmert sich zudem um alle operativen Tätigkeiten.

Die große Kundenzufriedenheit mit DZ-4 zeigt sich in den Zahlen: 2020 hat das Unternehmen den Meilenstein von 100 Millionen Euro Umsatz an abgeschlossenen Verträgen erzielt. „Der deutsche B2C-Solarmarkt entwickelt sich rasant. Mit der EnBW haben wir einen starken Finanzierungs- und Vertriebspartner zur Seite, um die hohe Nachfrage zu bedienen, die Marktentwicklung aktiv zu gestalten und gemeinsam weiter zu wachsen. Darüber sind wir sehr glücklich und stolz“, sagt Tobias Schütt, CEO von DZ-4.

Kompetenzen bündeln, Synergien nutzen

DZ-4 und EnBW profitieren bei der Vermietung von Solaranlagen von der gegenseitigen Expertise und von Synergieeffekten: Das DZ-4-Team bringt das Know-how für den Aufbau, Betrieb und die Finanzierung der PV-Anlagen mit und ist bereits seit 2017 als White Label-Partner für die ebenfalls auf Solarpacht spezialisierte EnBW-Tochterfirma Yello Solar GmbH tätig. Außerdem kooperiert DZ-4 bei Solarspeichern mit der 2018 übernommenen EnBW-Tochter SENEC GmbH. Umgekehrt stellt die EnBW das Finanzkapital für die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells bereit und bietet durch seine Marke und sein Netzwerk den Zugang zu sechs Millionen Endkunden. „Gemeinsam kommen wir unserem Ziel näher, möglichst viele Menschen unabhängig zu machen. Mit uns können sie sich jederzeit und überall mit eigenem Strom aus sauberer Solarenergie versorgen“, so Aurélie Alemany, CEO von SENEC.

Potenzial früh erkannt

Bereits ab 2015 hat sich EnBW New Ventures, die Venture-Capital-Gesellschaft der EnBW, an mehreren Finanzierungsrunden von DZ-4 beteiligt und seine Beteiligung in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut. „Der Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland gibt der Solaranlage auf dem Hausdach einen weiteren Schub. Mit der hervorragenden Marktposition und der außergewöhnlich hohen Kundenzufriedenheit hat uns das DZ-4 Team immer wieder überzeugt“, betont Crispin Leick, Managing Director EnBW New Ventures.

Die jetzt erzielte Mehrheitsbeteiligung an DZ-4 ist für die EnBW ein wichtiger Schritt, um ihre Positionierung im deutschen Photovoltaik- und Speichermarkt weiter zu stärken und Kunden ganzheitliche Energiemanagement-Lösungen anzubieten. Ziel ist es, eine nachhaltige Energieversorgung für alle zu ermöglichen und so die Energiewende voranzutreiben.