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Schwimmende Solaranlagen auf 1% der Stauseen könnten die Wasserkraftkapazität Afrikas verdoppeln

Afrika zeichnet sich durch ein sehr hohes Solarpotenzial aus, mit einer jährlichen Summe der Sonneneinstrahlung von über 2000 kWh/m2. Viele afrikanische Länder sind stark von der Wasserkraft abhängig, jedoch haben immer häufiger auftretende Dürren die Wasserkrafterzeugung in den letzten Jahrzehnten stark beeinträchtigt. Die Installation von schwimmender Photovoltaik (FPV) in bestehenden Wasserkraftreservoirs würde Solarstrom liefern, um die Wasserkrafterzeugung während Trockenperioden zu kompensieren und die Verdunstungsverluste zu reduzieren und gleichzeitig dazu beitragen, den aktuellen und zukünftigen Energiebedarf der schnell wachsenden afrikanischen Bevölkerung nachhaltig zu decken.

Eine neue Studie liefert eine umfassende Analyse des Potenzials der FPV-Installation in Afrika, indem sie hochpräzise Wasseroberflächendaten der größten 146 Wasserkraftreservoirs des Kontinents verwendet. Neben der Stromproduktion werden auch die Verdunstungseinsparungen und die potenzielle zusätzliche Wasserkraft, die durch diese Wassereinsparungen erzeugt wird, auf Stauseeebene für vier verschiedene Fälle und zwei Arten von schwimmenden Strukturen geschätzt. Die Ergebnisse zeigen, dass bei einer Gesamtüberdeckung von weniger als 1 % die installierte Leistung bestehender Wasserkraftwerke verdoppelt und die Stromproduktion um 58 % gesteigert werden kann, wodurch jährlich zusätzlich 46,04 TWh erzeugt werden. In diesem Fall könnte die Wassereinsparung 743 Mio. m3/Jahr erreichen und die jährliche Stromerzeugung aus Wasserkraft um 170,64 GWh erhöhen.

Download der Studie