Start-up-Strategie beschlossen: Wie die dena jetzt Gründungen im Energiesektor unterstützt

Mit einer Strategie für die Start-up-Branche nimmt die Bundesregierung verbesserte Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen in Angriff. Zwei Projekte der Deutschen Energie-Agentur (dena) sind Teil dieser Start-Up-Strategie – und fördern damit maßgeblich die Gründerszene in Deutschland.

Philipp Richard, Leiter des Geschäftsbereichs Digitale Technologien und Start-up Ökosystem der dena: „Start-ups sind häufig Ideengeber und Entwicklungstreiber bei der Transformation des Energiesystems. Ihre Gründung hat daher eine besondere Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. Doch bei einer Neugründung dreht sich nicht alles nur um die Finanzierung, sondern an erster Stelle steht die allgemeine Orientierung. Hier können wir als dena mit dem SET Hub und FEL unterstützen: Durch Informationsangebote, Coachings und Networking. Wir helfen Start-ups frühzeitig, regulatorische Hindernisse zu erkennen, sodass sie ihre Geschäftsmodelle stetig und smart weiterentwickeln können. Ich nenne diesen Ansatz Disruption und Evolution. Das sichert nicht nur das Skalierungspotenzial, sondern verbessert auch ihre Finanzierungsbedingungen.“

SET Hub bietet Orientierungshilfe für Energie-Start-ups

Seit 2020 unterstützt die dena mit ihrem SET Hub-Programm Start-ups bei der Entwicklung ihrer innovativen Geschäftsmodelle und Lösungen für die Energiewende. Dafür konnten inzwischen über 100 Gründerteams in sieben regionalen Workshops und virtuellen Meetings, den sogenannten SET Academies, zu den regulatorischen Rahmenbedingungen des deutschen Energiesystems gecoacht werden. Im SET Mentoring, einem individuellen mehrwöchigen Beratungsprogramm, wurden bis heute 30 aussichtsreiche Start-ups unterstützt. Mit dem SET Network bietet das Programm außerdem ein starkes Netzwerk aus Gründerteams und Partnern. Erweitert wurde das Programm Anfang 2022 um die Module SET Think Tank und SET Pilots. Dabei verfolgt der SET Think Tank das Ziel, Start-ups in Konsultationsprozesse und Diskussionen zur Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens einzubeziehen. In den SET Pilots werden vier Pilotprojekte umgesetzt, die durch technologische Weiterentwicklungen die Digitalisierung der Energiewende vorantreiben.

Das Future Energy Lab: Erprobung digitaler Technologien für die Energiewirtschaft

Mit dem Future Energy Lab (FEL) hat die dena 2020 am S-Bahnhof Tiergarten im Zentrum von Berlin einen Kreativraum geschaffen, in dem Digital- und Energiewirtschaft zusammenkommen. Dort finden sich Gemeinschaftsräume und Arbeitsplätze, wo sich Gründerinnen und Gründer mit Spezialisten und Branchenakteuren austauschen, um Projektideen und Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln. Auf Basis digitaler Technologien wie Blockchain, künstliche Intelligenz oder Smart Meter erprobt das Pilotierungslabor außerdem neue Technologien sowie regulatorische Ansätze unter realen Bedingungen. Zehn Projekte sind bereits an den Start gegangen und werden fortlaufend weiterentwickelt. Darunter Projekte zu künstlicher Intelligenz im Stromverteilernetz, zur dezentralen Nutzung von erneuerbaren Energien in Energy Communities oder zum intelligenten Einsatz von Erzeugern und Wärmebedarfsprognosen durch Algorithmen.

„Gründergeist und Innovationen sind ein entscheidender Faktor für das Erreichen der Klimaziele. Mit dem SET Hub und FEL als Teil der Start-up-Strategie der Bundesregierung, können wir Unternehmensgründungen zukünftig noch zielgenauer unterstützen“, so Philipp Richard.